Fotoparade 2022

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The same procedure as every year, Miss Sofie Michael

Nach, „Dinner for One“ und „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ darf zum Jahresende auch die Fotoparade von Michael nicht fehlen. Der bekannteste Spruch aus dem jährlich gesendeten Sketch gilt auch bei der Fotoparade. Same procedure as every year. Wieder sucht Michael die schönsten Fotos des Jahres. Ich beteilige mich seit 2016 ununterbrochen an dieser Aktion, will ich diese Tradition auch heuer nicht unterbrechen. Warum dieser Beitrag heuer nicht zu meinem Highlight zählt, könnt ihr in dem Gejammere unten nachlesen.

Rentner haben nie Zeit

Ich bin inzwischen ja staatlicher Almosenempfänger und kann den alten Spruch „Rentner haben nie Zeit“ voll auf bestätigen. Computer, Blog und Foto waren dieses Jahr eher an 10. bis 20. Stelle zu finden. Die meisten Fotos aus diesem Jahr dienen eher der Dokumentation als der Präsentation. Daher ist die Auswahl an Bildern dieses Mal nicht so umfangreich wie in den letzten Jahren. Arbeiten an Haus und Garten bei mir und als Bauhelfer bei der Tochter und dem Bruder ließen wenig Zeit für fotografische Fantasien. Im November wurde dann noch die Heizung erneuert. An 14 Tagen wurden um des Überlebens Willen nur die Küche und das Bad mit einem kleinen elektrischen Heizer temperiert. Das Büro blieb kalt, die Eiskristalle auf der Tastatur verhinderten flottes Arbeiten. Die kommende Stromrechnung wird die Unterkühlung mit Hitzewallungen schon wieder ausgleichen. Der positive Aspekt an der Geschichte, ich hab meine ruhenden handwerklichen Fähigkeiten wieder entdeckt und bin mit viel mehr Begeisterung am Werken. Im Gegensatz zu der meist anonymen PC-Arbeit kann ich mein Schaffen direkt bestaunen.

Blog schmiert ab

Kaum wieder warm in den vier Wänden und sofort mit scharrenden Hufen an die Fotoparade. Pustekuchen. Der Hoster hat während meiner Eiszeit ein neues Update aufgespielt. Die Folge: Jeder, der meine Seite angeklickt hat, konnte statt Bilder nur Hieroglyphen studieren. Mein sieben Jahre altes Thema hat das neue Update nicht vertragen. Selber schuld, ich wurde ja rechtzeitig per Mail darauf hingewiesen. Merke: Nachrichten ignorieren und den Kopf in den Sandstecken löst keine Probleme. Ärgerlich war nur, dass ich gerade jetzt zum Jahreswechsel mit dem Blog meine Kalender bewerbe.

Schnelle Hilfe

Ein altes schwäbisches Sprichwort sagt. Id gschempft isch globt gnua. (nicht geschimpft ist Lob genug).

Noch eine Bemerkung zu meinem Webhoster. Ich habe 2015/16 in mühevoller Kleinarbeit das Blog wegen meiner Radltour durch Asien geschaffen. Damals schien mir der Anbieter ONE die richtige Wahl. Momentan kommt ONE in den Tests im Netz nicht immer gut weg. Die Testberichte sind aber meist schon etwas älter und stammen aus den Jahren 2020. Hier wird hauptsächlich die fehlende telefonische Kommunikation bemängelt. Auch ich hatte keinen telefonischen Kontakt. Allerdings konnte mein Problem im Live-Chat schnell und zufriedenstellend gelöst werden.

Notlösung

Vielleicht ist es aber auch der Wink mit dem Zaunpfahl. Meine Seite dümpelt seit Jahren vor sich hin und soll schon lange etwas aufpoliert werden. Zurzeit habe ich als Notlösung ein einfaches, kostenloses Thema, mit dem ich über die Feiertage kommen muss.

Jammern auf hohem Niveau

Ja ich weiß, das ist Jammern auf hohem Niveau, wirklich schlecht ging es mir nie. Meine Frau und ich gehören zu den wenigen im Verwandten- und Bekanntenkreis, die bis heute nie mit merklichen Symptomen an Corona erkrankt sind. Bei jedem leichten Schnupfen oder Kopfschmerzen wurde ein Stäbchen in die Nase geschoben und getestet. Gott sei dank immer mit negativem Ergebnis.

Kommen wir endlich zum eigentlichen Thema der Seite.

Die Fotoparade 2022

Hier zunächst die Regeln:
Wie immer gilt es, einen Beitrag zu schreiben, mit mindestens sechs der schönsten Bilder aus dem Jahr 2022 zu gestalten.

Die Kategorien lauten:

Berühmt – Modern – Naturwunder – Obst – Botschaft – Selfie

Als Zugabe dann noch

Schwarz-Weiß und Coloriert

Meine Auswahl für 2022

Berühmt 1

Bei einem Besuch in Colmar ist uns die berühmteste amerikanische Lady vor die Linse gekommen.

Diese 12 Meter hohe Statue aus Kunstharz ist eine Nachbildung der Freiheitsstatue. Sie erinnert an Auguste Bartholdi (1834-1904), ein aus Colmar stammender Künstler und Erfinder der Freiheitsstatue. Im Gegensatz zu ihrem Original in New York fristet sie hier ein etwas schmuckloses Dasein in einem vielbefahrenen Kreisverkehr.

(Hallo Michael, ich habe deine New-York-Berichte alle mit großem Interesse gelesen. Aber wegen der Freiheitsstatue musst du nicht nach New York reisen. Das kannst du 20 km von deinem Wohnort entfernt billiger haben).🤣😊

Berühmt1 – Freiheitsstatue in Colmar

Berühmt 2

Bei einer Radeltour im Allgäu wurde das wohl berühmteste Wahrzeichen Bayerns umrundet. Die Route auf Komoot geplant führt an den Forggensee, Hopfensee, Weisensee, Allatsee und Schwanensee. Von dort hat man denn einen schönen Blick auf Deutschlands berühmtestes Bauwerk. Schloss Neuschwanstein und daneben Hohenschwangau.

Berühmt 2 – Schloß Neuschwanstein und Hohenschwangau

Modern

Ein Fuhrpark, der alle Forderungen eines umweltfreundlichen Antriebes erfüllt und somit zu den modernsten 😍 Fortbewegungsmitteln zählt. Die Fahrzeuge stehen in einem privaten Garten an der Ortseinfahrt von Weingarten bei Ravensburg. Sie sind übrigens alle mit einem Stahlseil gesichert. Schnell mal ausleihen geht nicht. Die Rasenpflege geht nur mit zeitaufwändigem umparken.

Modern – Bobbycar im Garten

Naturwunder

Was ist ein Naturwunder? Eine spektakuläre Felsschlucht, ein imposanter Wasserfall oder lediglich ein kleiner Baum oder ein Schaf auf der Weide? Ist nicht jedes Lebewesen ein Wunder der Natur?

Mein diesjähriges Naturwunder ist ganz unspektakulär. Zwei große alte Lindenbäume mit einer Bank. Nicht ganz fünf Kilometer von der Haustüre entfernt ist das ein Ort der Ruhe und Besinnung.

Natur – Lindenbaum mit Aussicht

Obst

Wenn ich mir die bisher veröffentlichten Blogs der Fotoparade so ansehe, haben die meisten Teilnehmer ein Problem mit dem Obst. Eigentlich verwunderlich, denn wir nehmen es fast täglich zu uns. Vermutlich, weil es so selbstverständlich ist und nicht fotogen zubereitet ist, gibt’s da wenig Bilder. Ich bin da keine Ausnahme. Das einzige Obst, das in dem Fall vor die Handylinse kam, waren die paar Himbeeren. Letzten Herbst bekam ich von meiner Nachbarin zwei Himbeerstauden geschenkt. Im Sommer musste ich ihr per WhatsApp den süßen Ertrag zeigen.

Obst – Himbeeren aus dem eigenen Garten

Botschaft

Was könnte die wohl eindringlichste Botschaft des Jahreswechsels wohl besser ausdrücken als die Friedensbotschaft einer Krippe. In der Weihnachtszeit habe ich die Krippen der umliegenden Kirchen meiner Heimat besichtigt und auch fotografiert. Das war nicht immer ganz einfach, da viele Krippen hinter einer Glasscheibe ausgestellt sind und die Reflexion kein optimales Ergebnis brachte. In der Stadt Mindelheim gibt es ein wunderbares Krippenmuseum, das ganzjährig geöffnet hat.

Botschaft – Krippe

Selfi

Selfie gibt’s von mir keine. Die Abneigung stammt noch aus den Anfängen der Fotohandys. Zu der Zeit war die Frontkamera noch ohne Weitwinkelobjektiv. Die damals entstandenen Fotos, alle mit angeschnittenem Gesicht, Knollennase oder hervorstehenden Kinn konnten mich nie begeisterten. Obwohl sich die Qualität hier enorm verbessert hat, gehören Selfis für mich immer noch in die private Schrottsammlung.

Dieser Fotorahmen, der die wunderschöne Altstadt von Labin in ein fotografisches Licht rücken soll, ist leider vollkommen falsch positioniert. Zum ersten in die falsche Richtung gedreht und zum zweiten so hoch, dass Personen unter 1,70 m Größe (z.B. meine Frau) gerade mal das Kinn auf dem Rahmen auflegen konnten.

Selfi – Urlaubsgrüße aus Labin in Kroatien

Als Zugabe dann noch.

Schwarz-Weiß

Sind frei laufenden Weidetieren glücklicher als aus der Stallhaltung? Leider konnte sie mir ihr Glück nicht mitteilen.

Schwarz-Weiß – Kuh auf der Weide

Coloriert

Ich liebe Colorkey-Aufnahmen und füge meinem gleichnamigen Ordner auf der Festplatte jährlich ein paar hinzu.

Zweimal die gleiche Aufnahme mit ganz unterschiedlichen Eindrücken. Ein kleiner Antiquitätenladen in Labin/Kroatien.

Coloriert – Farbe Blau
Coloriert – Farbe Grün

Die letzten Jahre schloss das schönste Foto den Beitrag. Nach dem das aber heuer nicht gefordert war füge ich noch eine eigene Kategorie hinzu.

Dummheit des Jahres

Das 9-Euro-Ticket und seine Folgen.

Wahrscheinlich ging es euch genauso. Als unsere Bundesvertreter im März in der tiefsten Reisedepression das 9-Euro-Ticket angekündigt haben, wurden schon unzählige Reisepläne geschmiedet. Als es dann im Juni endlich so weit war, kam ich im ersten Monat gerade zweimal nach Augsburg. Das hätte ich mit dem Rad in fast der gleichen Zeit und ohne den Ein- und Ausstiegsstress geschafft. Im Juli dann eine Fahrt (die meiste Zeit im Stehen) nach München und zurück.

Im August stand eine dreitägige Radltour nach Lindau auf dem Programm. Von dort sollte es dann mit dem Zug zurückgehen. Wir sind bewusst, um den Berufspendlern aus dem Weg zu gehen, am frühen Nachmittag gefahren. Das Einsteigen war gar kein Problem, die Hälfte der Zeit waren wir nur zu viert im Abteil. Durch regelmäßigen Zustieg war denn beim Aussteigen Schicht im Schacht. Um aus dem Zug zu kommen halfen keine guten Worte, hier musste ich bei den Deppen die kontinuierlich den Eingang blockierten, schon mal den Ellenbogen einsetzen. Nicht nur einmal hab ich festgestellt, dass der Eingangsbereich derart vollgestopft ist, dass man nur mit Augen zu und durch (ev. noch linke Schulter raus) in den Zug kam. Mir ist völlig schleierhaft warum ausgerechnet immer der Eingangsbereich blockiert werden musste. Die Zwischengänge im Abteil waren dann oft frei.

Fazit: Damit keine Missverständnisse aufkommen. Die Dummheit des Jahres ist nicht das 9€-Ticket sondern die unvernünftigen und egoistischen Fahrgäste. Manchmal hab ich mich schon gefragt, wieso die Menschheit mit diesem Egoismus, gepaart mit Dummheit, in ihrer Evolution nicht schon lange ausgestorben ist.

Ich bin fast 25 Jahre mit den Öffis zur Arbeit gefahren, fast immer pünktlich und auch zufrieden. Das 9€ Ticket hat bei dem Pendler nicht nur einmal für Ärger und Verdruss gesorgt. Für Stadtbewohner mit U- S- und Straßenbahn war das bestimmt ein (kostengünstiger) Segen. Für Pendler eine finanzielle Erleichterung aber eine ungemein ärgerliche Situation. Die Landbevölkerung musste wegen des mangelhaften Zubringerverkehrs größtenteils doch mit dem Auto zu einem den nächstgelegen Fern-Bahnhöfe fahren.

Der-Die-Das
Der Mensch,
Die Dummheit,
Das 9€ Ticket

Das ist meine achte Teilnahme an Michaels Fotoparade. Hier könnt ihr in der Vergangenheit wühlen.

2016

2017-1

2017-2

2018

2019

2020

2021

Hier kommt ihr zu allen Teilnehmern der #FopaNet 2022

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